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Metalfest Austria 2010
snuker 16. Mai 2010
Reviews
Foto by Sergio


Lest den Bericht übers Metalfest Austria hier -->

Bilder online!



Was drei Jahre lang Summer Nights hieß wurde nun von Rock the
Nation zu Metalfest gemacht. Statt fand das ganze in Österreich,
Deutschland, Schweiz, Ungarn und Tschechien. Sowas hat es in dieser
Art noch nie gegeben und ist ein weiterer Schritt in die Kommerzialisierung
des Extrem-metals. Hauptbefürchtung meiner seits ist das solche
Riesenevents kleinere Festivals schlucken könnten (Rock the Lake,
Kaltenbach).
Zur Situation heuer: Fürs Wetter kann niemand was aber man kann
versuchen die Folgen des Regens einzudämmen. Voriges Jahr war
die ganze Mainstage mit Matten und Stroh ausgelegt heuer hat das
weniger jemanden interessiert. Jedoch wurde auf die Verbindungswege
mehr acht genommen denn auch nach 3 Tagen Regen konnte fast jeder
problemlos mit dem Auto raus.
Preise waren vertretbar; großes Bier 3,50¤ Standartpreis.
Essen war wirklich gut. Große Auswahl passender Preis. Was ich auch
cool fand waren die Ladys die Zigarretten und soweiter verkauften so
musste man sich nicht mal bewegen um seinen Genüssen freien Lauf lassen
zu können. Weiters gut waren die Leute die direkt am Campingplatz Frühstück
verkauft haben.
Main und Second Stage waren nebeneinander angeordnet und wurden
abwechselnd bespielt. Gleiches Problem wie auf anderen Festivals
wie z.B.: Summer Breeze welche dieselbe Bühnenanordnung haben ist
das auf der einen Bühne gespielt auf der anderen gecheckt wird.
Das heißt während man die eine Band hört checkt irgendwer die andere
ein was sehr lästig sein kann (je nach dem wo man steht). Weiters waren
zwischen manchen Bands trotzdem längere Pausen … warum auch immer.
Zum Sound: ich kann mir eigentlich nicht erklären warum dieser
teilweise so schlecht war? Hab viele dieser Bands schon auf
schlechteren Location mit besserem Sound gehört.

Aber alles kein Problem wenn man hinten bei den Essenständen war
hat sowieso jeder Stand seine eigene Mucke aufgelegt.
Das Lineup an sich war ja richtig fett und muss erst mal von einen
anderen Festival dieser Größenordnung überboten werden. Dafür mal
einen fetten Respect für die Veranstalter jedoch ist dies auch nur
dann möglich wenn man das ganze auf mehreren Locations mit den
selben Bands aufzieht.
Securitys waren nett jedoch etwas nachlässig. Campingplatz-
überwachung war praktisch nicht vorhanden. Positiv war das
man auch mal jemanden fragen konnte ohne das man gleich weitergeschickt
oder angeschnauzt wurde.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass es ein Wahnsinn ist
welche Leute von so einem Festival angezogen werden. Jene Typen
die nur im rosaroten Tanga herumlaufen und sich darüber freuen wie
hässlich sie sind, sind mir ja noch egal. Mehr Problem sehe ich im
Vandalismus und Diebstahl. Ich hab mich mit sehr vielen Leuten
unterhalten welchen die Geldbörse aus dem Zelt gestohlen wurde,
Campingstühle und Pavillons stehen sowieso auf der Tagesordnung.
Hier gehört eingehakt und eine Lösung dafür gefunden wie man solche
Leute von den Festivals wieder wegbringt. Zum Vandalismus möchte
ich sagen das es wirklich cool ist wenn man die Reste seines Zeltes
und Pavillons mit Benzin übergießt und anzündet. Verzweifelt wurde
dann noch nach anderem brennbaren Material gesucht um das ganze
noch ein wenig „anzuheizen“. Als wir dann die Securitys holten
haben diese zwar aufgepasst jedoch auch nur gewartet bis die
Feuerwehr kam. Dann sind sie wortlos verschwunden und alle durften
ihre Bändchen behalten.
Sowas ist nicht vertretbar und bringt die ganze Szene in Verruf.
Hier muss angesetzt werden das ganze wieder in gerade Bahnen zu
richten.

Ich weiß es ist immer leichter gesagt als getan und man weiß nie
was sich im Hintergrund abspielt deswegen sollte das ganze als
Verbesserungsvorschlag aufgenommen werden und keiner sich auf
den Schlips getreten fühlen.



Metalfest aus der Sicht von Mario:

Metalfest Austria 2010

Okay, dass das ganze nur mehr auf Kommerz abzielt dürfte wohl jedem
klar sein. Nichts desto trotz kann man eh nur so dieses gewaltige Lineup
aufbieten. Günstig fand ich allerdings nur den Ticketpreis, 4 Tage für 59
Euro is unschlagbar. Dafür waren mir die Preise vorort zu hoch. Die lagen
zwar sicher im Durchschnitt und wären für ein Underground Festival voll
in Ordnung, nur wenn ich mit Ottakringer einen Megadeal für 2 Festivals
(Metalfest & Metalcamp) aushandle muss ich das Bier nicht um 3,50 Euro
verkaufen - das ist Abzocke pur. Essenspreise sind generell immer hoch,
da will auch der Veranstalter mitschneiden und die Essensfutzis schlagen
das einfach drauf. Im hintersten Eck hab ich dann aber doch noch einen
günstigeren Essensstand entdeckt. 2 Euro für an Teller Raviolli, die auch
noch gut waren und die Portion auch groß war super. Schnitzelsemmel 3
Euro war auch iO., bei der Konkurrenz kostete der Schnitzelburger schon
4 Euro war aber nix größer. Für den großen Hunger musste man leider
noch tiefer in die Tasche greifen, so ab 5 Euro bekam man eine Portion
bei der man auch halbwegs satt wurde. Die Auswahl war aber sehr gut. A
Frechheit war noch der Becher Kaffee um 3 Euro, da waren die Damen
die Kaffee am Campinggelände verkauft haben (2,50 Euro) gottseidank
günstiger!

Fürs Wetter kann niemand was, nachdems aber auch genauso
vorhergesagt war, fand ich es ehrlich gesagt schwach, dass man nicht
besser darauf vorbereitet war. Es hat ja von Donnerstag (Grailknights)
bis Freitag ~ 15 Uhr geregnet. In dieser Nacht hat man aber so gut wie
nicht auf die Situation reagiert, dementsprechend "tief" war der Boden
aufgeweicht. In der darauffolgenden Nacht wurden die Verbindungswege
und ein Teil vor Main-und 2nd Stage ganz gut hergerichtet.

Die Situierung Main-und 2nd Stage nebeneinander ist genial, wenn man
dazwischen steht braucht man sich nur zu drehen und ist immer vorne
dabei. Einzig der Soundcheck während die andere Bühne spielt ist sehr
ärgerlich. Das muss man in Kauf nehmen, will man die Umbauphasen und
die Soundcheckzeiten so gering (5min lt. Plan) halten. Ich muss auch
sagen, dass bis auf Testament jede Band sehr pünktlich angefangen hat,
großes Lob für diese Organisation. Das Gelände bei Main- und 2nd Stage
war riesig, da hätten locker 3 mal so viele Leute reingepasst. Auch das
Zirkuszelt für die 3rd Stage war super dimensioniert.

Merch-Area war auch groß, Anbieter waren auch reichlich. Die Security
und auch Ausschank freundlich, ist auch nicht selbstverständlich. Die
Theken waren gut besetzt, eigentlich hab ich mich nie anstellen müssen,
bin immer sofort bedient worden.

Besucherzahl, schwer zu sagen? lt. Aussagen waren weniger als im
letzten Jahr (da warens glaub ich 4000). Bin auf die offiziellen Zahlen
gespannt, i sag mal 3000 Leut. Sicher auch aufgrund des Wetters. Mich
hats aber nicht gestört, selbst bei den Headlinern bin ich problemlos bis in
die ersten Reihen vorgekommen - perfekt. Bei Twilight Of The Gods,
wo`s auch durchgeregnet hat waren extrem wenig Leute vor der
Mainstage. Bei der Eluveitie/Finntroll Show war glaub ich am meisten los,
vor und auf der Bühne - hahaha

Der Sound auf Main- & 2nd Stage war großteils gut. Ich war vorallem von
der angenehmen Lautstärke positiv überrascht. Metalcamp kann i ohne
Gehörschutz nit ertragen, den hab ich beim Metalfest nie gebraucht.
Schlagzeug-Sound war durchgehend genial, die Abstimmung der
Instrumente und vorallem mit Gesang war leider nit immer optimal.
Außerdem war der gute Sound leider auch platzgebunden, sprich a paar
Meter hin-her, vor-zrück und man hatte ziemlich unterschiedlichen Sound
- das darf bei einem Festival der Größenordnung nit sein. 3rd Stage war
ich nur Mittwoch drin, Donnerstag nur abundzu (Counterweight,
Vulvathrone und Outrage). War Mittwoch noch guter Sound, Donnerstag
wars a Katastrophe - anders kann i`s nit bezeichnen, so extrem laut und
viel zu viel Höhen (angeblich hats 2 Woover gschossen?) in einem Wort:
unerträglich. Extrem schade für die Bands, die nichts dafür konnten. Bei
Outrage, der vorletzten Band auf der 3rd Stage hat der Ton dann
gottseidank besser gepasst!

Ansonst kann i nur sagen es war echt a geiles Festl mit super Bands, der
Großteil der Besucher war freundlich und gut gelaunt. A paar Idioten gibts
immer. Den Nachbarn wurden leider auch die Brieftaschen aus den Zelten
gestohlen, und bei Vandalismus ghört hart durchgegriffen, sonst wird sich
das nie ändern.

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